Wie man Stiche vermeidet

Wie man Stiche vermeidet

Hin und wieder melden sich Kunden bei uns und berichten, dass sie beim Tragen unserer Imkerhandschuhe oder anderer Schutzausrüstung gestochen wurden. Jedes Mal sind wir wirklich enttäuscht, denn unsere Mission bei Apis Tactical ist es, dir mehr Freude und Sicherheit beim Imkern zu vermitteln. Und seien wir ehrlich: So sehr wir die Imkerei auch lieben, ein Stich gehört sicherlich nicht zu den schönsten Erlebnissen des Tages.

Auch wenn unsere reißerische Überschrift etwas anderes vermuten lässt: Imkerei und Bienenstiche gehören zusammen. Wer lange genug Bienen hält, wird gestochen. Das ist einfach Teil des Berufs. Unser eigentliches Ziel – und der Grund, warum wir leistungsstarke, stichfeste Ausrüstung entwickeln – ist es jedoch, Stiche so weit zu reduzieren, dass sie selten und gut zu bewältigen sind.

Ganz egal, was die Hersteller behaupten: Absolut stichfeste Schutzkleidung gibt es nicht. (Die einzige Ausnahme bilden starre Wespenschutzanzüge, die über 500 Dollar kosten und extrem unbequem sind.) Wenn du verstehen möchtest, warum das so ist, haben wir einen ausführlichen Begleitartikel mit dem Titel „Was macht Imkerkleidung stichfest?“ verfasst , der die wissenschaftlichen Hintergründe verständlich erklärt.

Wenn jemand trotz Handschuhen oder Schutzanzug gestochen wird, liegt die Ursache fast immer in einem Ereignis im Bienenstock oder bei der Handhabung der Bienen. Schauen wir uns die wichtigsten Faktoren genauer an.


1. Beginn mit der eigentlichen Frage: Warum versuchen deine Bienen, dich zu stechen?

Deine gesamte Vorgehensweise – deine Technik – hat mehr Einfluss auf die Anzahl der Stiche als jeder andere Faktor. Deine Bewegungen, deine Ruhe, wie oft du den Bienenstock störst und sogar die Tageszeit beeinflussen die Reaktion der Bienen.

Tatsächlich hängt die Wahrscheinlichkeit, selbst mit den besten Imkerhandschuhen gestochen zu werden, überwiegend mit folgenden Faktoren zusammen:

  • Plötzliche Bewegungen

  • Bienen versehentlich zerquetschen oder einklemmen

  • Bienen von den Händen schnippen oder schütteln

  • arbeitende Bienen, wenn die Wetterbedingungen sie reizbar machen

  • zu häufiges Öffnen der Bienenstöcke

Ein neuerer Imker schickte uns ein Video, in dem er unsere Handschuhe trug und das dies perfekt veranschaulichte:
Jedem einzelnen Stich folgte eine schnelle Handbewegung, die dazu diente, die Bienen abzuschütteln.

  • Schnelle Bewegungen = Gefahr
    Gefahr = Abwehrreaktion
    Defensive Reaktion = Stiche

  • Bewege dich langsam. Handle überlegt.
    Lass die Bienen nach Möglichkeit von selbst weggehen.

Es gibt viele tolle Videos zum Thema Imkerei. Hier sind nur ein paar Beispiele:

David Burns – Reduzierung von Stichen:
https://youtu.be/9K4mghkfuos?si=Z2aDZTINY60yUDY0

Randy Oliver – Verhalten und Umgang mit Bienen:
https://youtu.be/yyQgQWoJRwY?si=JvLPEur9EH2qFleB

Mit diesen Techniken allein lassen sich fast 90 % der Probleme im Zusammenhang mit Insektenstichen lösen.


2. Genetik: Eine stille Quelle der Aggression

Gerade für Hobbyimker spielt die Genetik eine entscheidende Rolle. In der kommerziellen Imkerei werden übermäßig aggressive Völker schnell ausgetauscht, um die Verbreitung gefährlicher Merkmale zu verhindern. …in Hobbyimkereien hingegen bleiben genetisch oft länger unbehandelt.

Wenn dir etwas davon bekannt vorkommt, könnte die Genetik die Ursache sein:

  • Bienen, die einen gleich beim Betreten des Gartens angreifen.

  • Bienen, die mit dem Kopf gegen deinen Schleier stoßen oder ihn anstoßen

  • Brennt selbst an warmen, sonnigen Sammeltagen

  • Verteidigung des Bienenstocks aus über 6 Metern Entfernung

Weder Handschuhe, noch Anzug oder Schleier können eine extrem defensive Genetik ausgleichen.

Wenn dies auf deine Bienenvölker zutrifft, solltest du dir Hilfe beim Umweiseln holen. Aggressive Völker sind ein ständiges Ärgernis.


3. Alarmpheromone: Warum aus einem Stich viele werden

Bienen kommunizieren über Duftstoffe. Wenn man gestochen wird, wird die betroffene Stelle zum Ziel für alle Bienen in der Nähe.

Dies führt oft zu der Annahme, dass die Handschuhe versagen – dabei handelt es sich in Wirklichkeit um einen Pheromon-Hotspot .

Wenn du gestochen wirst:

  • Räuchere deine Handschuhe sofort

  • Wasche sie und rauche sie später erneut.

  • Lass die Bienenstöcke vor dem nächsten Bienenstocktag vollständig auslüften.

Dadurch wird der Kreislauf unterbrochen und das Stechen der Cluster verhindert.


4. Die Passform ist entscheidend: Wie deine Handschuhe an deinen Händen sitzen, verändert alles.

Die Größe deiner Handschuhe beeinflusst direkt die Stichresistenz.

Traditionelle Lederhandschuhe müssen locker getragen werden, um Abstand zwischen Biene und Haut zu schaffen. Diese Lockerheit beeinträchtigt jedoch die Fingerfertigkeit, was dazu führt, dass mehr Bienen zerquetscht werden – und somit zu mehr Stichen.

Apis Tactical Handschuhe sind anders konstruiert:

  • Sie können eng anliegend getragen werden, ohne dass die Brennfestigkeit nachlässt.

  • Sie behalten beim Greifen eine bessere Struktur bei.

  • Sie widerstehen der Kompression besser.

  • Sie bieten unübertroffene Geschicklichkeit bei der Inspektion von Bienenstöcken.

Wenn die Stiche jedoch anhalten und die Technik gut ist, kann der Wechsel zu einer größeren Größe dazu beitragen, die für bestimmte Kolonien notwendige lockerere Pufferzone zu schaffen.

Viele Imker verwenden letztendlich zwei Bienenpaare:

PRO Handschuhe (engere Passform):

Für Inspektionen und hochpräzise Arbeiten.

Hochleistungshandschuhe (lockere Passform):

Zur Verteidigung von Bienenvölkern, zur Honigernte oder an stürmischen Tagen.

Dadurch hast du die Flexibilität, deine Handschuhe auf das Temperament deiner Bienen abzustimmen.


5. Ganzkörper-Imkeranzüge sind auch wichtig – hier ist der Grund

Ein Ganzkörper-Imkeranzug ist nicht nur Stoff – er ist ein Schutzsystem.
Das Design des Anzugs beeinflusst:

  • Ob der Stoff auf deiner Haut zusammenfällt

  • Luftstrom und Kühlung

  • Druckverteilung

  • Wie Bienen mit deiner Kleidung interagieren

Apis Tactical Anzüge sind so konstruiert, dass sie:

  • Halte den entscheidenden Abstand von mindestens 3 mm unbedingt ein.

  • Widerstehen auch bei Biegung oder Anheben.

  • Bereiche mit hohem Kontaktpotenzial verstärken

  • Sorge für gute Belüftung, um ruhig und gelassen zu bleiben.

Ein gelassener Imker bewegt sich langsamer und überlegter – und wird dadurch viel seltener gestochen.


7. Die Imkereiausrüstung muss korrekt verwendet werden.

Schutzkleidung gegen Stiche ist am besten geeignet, wenn:

  • Es passt perfekt

  • Es erhält den Abstand aufrecht.

  • Es liegt nicht fest auf der Haut auf.

  • Es ist sauber und frei von Alarmpheromonen.

  • Es geht um langsames, ruhiges Handling.

Die meisten Stiche passieren aufgrund der Ausrüstung:

  • War zu eng

  • Wurde zu fest gegen einen Bienenstock oder eine Oberfläche gedrückt

  • Zusammengebrochene Ellbogen, Knie oder Rumpf

  • Wurde nach wiederholten Stichen nicht gewaschen.

  • Pheromone wurden vom Stoff aufgenommen

Hochwertige Ausrüstung ist unerlässlich – sie muss aber auch richtig verwendet, getragen und gewartet werden.


Schlussbetrachtung

Die Imkerei zählt zu den lohnendsten Hobbys überhaupt. Mit der richtigen Kombination aus Technik, Genetik und sachgemäßer Ausrüstung werden Stiche zur Ausnahme.

Unsere Mission bei Apis Tactical ist einfach:
Damit du deine Bienen mehr genießen kannst – und weniger gestochen wirst.

Jeff Heyd, Gründer und CEO, Apis Tactical